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Technologische Zielstellung

Schematische Darstellung der Umsetzung

Im Projekt StrokeNET sollen auf der Basis vorhandener Kommunikationstechniken mobile Einsatzszenarien entwickelt und umgesetzt werden.

Abbildung 1: Technische Umsetzung

Dargestellt sind die Komponenten in StrokeNet aus technischer Sicht. Dabei wird zwischen der Kommunikation über Mobilfunknetze und im Festnetz unterschieden. Die Kommunikation wird durch die später näher beschriebene technische Plattform unterstützt. Als Anwendungen sind VIMED und MedLog vorgesehen: VIMED unterstützt die Videokommunikation zu festen und mobilen Partnern sowie die Übertragung von Patientendaten und CT-Bildern zwischen festen Kommunikationspartnern. MedLog erlaubt die Erfassung, Speicherung und Verteilung von Vitaldaten des Patienten.

Auf dem Notfallfahrzeug befindet sich ein Gerät, das sowohl stationär, als auch mobil zum Patienten transportiert werden kann, beispielsweise wenn sich der Patient in einem mehrstöckigen Wohnhaus befindet. Das Gerät dient der Aufnahme und Speicherung der Vitalparameter, und sendet die Daten per Funk zu einem Empfänger im Rettungswagen.

Die Funkstation im Rettungswagen wählt automatisch aus dem verfügbaren Angebot an Kommunikationsnetzen das aktuell bestmögliche heraus. Es sollen möglichst mehrere Netze angesprochen und genutzt werden, um Abdeckungslücken auszugleichen und höhere Datenmengen versenden zu können. Dass die Auswahl und Nutzung des aktuell besten Netzes auch während der Fahrt des Rettungswagens erfolgt, ist eine innovative Lösung des Projektes StrokeNET.

Die Patientenangaben und die aktuellen Vitaldaten werden nicht nur lokal aufgenommen, gespeichert und versendet, sie werden auch auf einem zentralen Server abgelegt. Auf diesen Server können die beteiligten Ärzte in der StrokeUnit oder in der Kooperationsklinik zugreifen und die Therapieplanung optimieren. Die Daten stehen gleichfalls bei einem erneuten Schlaganfall zur Verfügung.

Wesentliche technische Ziele sind:

• feste oder mobile (virtuelle) Vernetzung von räumlich getrennten Standorten und Einrichtungen (ad hoc / permanent)

• schnelle Übertragung großer Datenmengen durch Einsatz moderner Internet-Transporttechnologien, z. B. ISDN, DSL, WLAN, UMTS sowie hochwertiger Datenkomprimierungsverfahren

• selbständiger Aufbau mobiler Internetzugänge

• automatische Wahl der besten Übertragung vom mobilen Endgerät (Autonomic Communication) - Kommunikationsplattform

• Übertragung und Speicherung diagnostik- und therapierelevanter Bilddaten auf Basis des DICOM-Standards (Teleradiologie)

• Implementierung von Audio- und Videoconferencing durch Einbindung von Videokonferenzlösungen in telemedizinische Applikationen mit hochwertiger Bild- und Tonübertragung - Telemedizinplattform

• Kommunikationsschnittstelle zu Digitalen Patientenakten

• Datenschutzkonforme Verschlüsselung zu übertragender Patientendaten oder Anonymisierung von Patientendaten für spätere wissenschaftliche Auswertung.